Visuelle Wahrnehmung und der FEW 3 – Durchblick mit Adlerauge Anyel

„Schon wieder Schreiben und Lesen!“ – was bei vielen Kindern leicht von der Hand geht, ist für manche andere eine große Herausforderung. In welcher Position stand noch mal das „d“ im Vergleich zum „b“? Und worin unterscheiden sich ein Rechteck und ein Quadrat? Viele Vorschüler:innen und Schulkinder haben große Schwierigkeiten, diese Fertigkeiten zu erlernen. Dabei gilt die Ausprägung einer visuellen Feindifferenzierung zwischen Buchstaben und Zahlen, sowohl motorisch beim Schreiben als auch analytisch beim Lesen, als unabdingbar für den Lernerfolg (AWMF 2017; Zihl 2012). Um dem Phänomen des „genauen Hinschauens“ im Seminar auf die Spur zu kommen, lernen die Teilnehmenden verschiedene Modelle der visuellen Wahrnehmung kennen und erhalten einen Einblick in das diagnostische Prozedere, das gemäß wissenschaftlicher Leitlinie zur Diagnostik einer visuellen Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung (VVWS) zwingend notwendig ist. Daneben werden ergänzende und alltagsnahe Betätigungsanalysen sowie ergotherapeutische Assessments (z.B. COPM) kurz aufgezeigt. Eine gemeinsame Zielfindung unter Berücksichtigung der SMART-Kriterien rundet den Bereich Diagnostik und Befundung ab. Ein weiterer Schwerpunkt des Seminars besteht in der Vorstellung des vom Referenten entwickelten visuellen Förderprogramms „Adlerauge Anyel“. Darüber hinaus gibt es weitere praktische Beispiele dafür, wie eine vorhandene VVWS professionell und alltagsnah gefördert werden kann. Zudem werden immer wieder mögliche Alltagsauswirkungen der VVWS diskutiert und wie Eltern dank der Integration von Empowerment- und Coaching-Ansätzen von der Zusammenarbeit profitieren können.
Visuelle Wahrnehmung und der FEW 3 – Durchblick mit Adlerauge Anyel
4
Fortbildungspunkte
3
Stunden
€92,-
Preis
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🎓 Zertifikat bei Bestehen

Lernziele

Nach dem Kurs verfügst du über folgende Grundkenntnisse:

  • Verschiedene Modelle zu den visuellen Wahrnehmungsleistungen kennenlernen
  • Unterscheidung von räumlich konstruktiven und visuell kognitiven Leistungen
  • Diagnostisches Prozedere der VVWS laut Leitlinie der AWMF erfahren
  • Betätigungsanalyse mit den ergotherapeutischen Assessments kennenlernen
  • Kompakte Vorstellung des visuellen Förderprogramms Adlerauge Anyel
  • Einblick in alltagsnahe und familiengerechte Fördermöglichkeiten zur Behandlung einer VVWS
  • Empowerment und Coaching des Umfelds gezielt forcieren

Inhalt

Im E-Learning werden folgende Themen behandelt:

  • Block I: Visuelle Wahrnehmung
  • Block II: Diagnostik
  • Block II: Diagnostik
  • Block IV: Systemische Interventionen

Praktisches

  • Preis: €92,-
  • Fortbildungspunkte: 4
  • Studiendauer: 3 Std.
  • Zertifikat bei erfolgreichem Abschluss

Kursautoren

Dr. Norbert Lichtenauer

Dr. Norbert Lichtenauer

Fortbildungsinstitut Ergotherapie Lichtenauer

M. Sc. Gesundheits- und Pflegewissenschaften, B. Sc. Ergotherapie, Fachtherapeut für kognitives Training, Inhaber des Fortbildungsinstituts: www.ergotherapie-lichtenauer.de

Seit 2006 Ergotherapeut mit Erfahrung in den Bereichen, Pädiatrie, Neurologie, Psychiatrie und Arbeitstherapie. Nach dem Bachelorstudium an der Hochschule Osnabrück langjährige Tätigkeit als Ergotherapeut im Kinderzentrum Altötting (SPZ) sowie anschließende Tätigkeiten in einer Praxis, in einem Tageszentrum für psychisch Kranke sowie im Integrationsfachdienst Oberpfalz zur beruflichen Inklusion von Menschen mit Behinderungen in Regensburg.

Gemeinsam mit Martina Lichtenauer Autor des neuropsychologischen, visuellen Förderprogramms „Adlerauge Anyel“ beim Schulz-Kirchner-Verlag, mittlerweile in der 5. Auflage im Handel. Seit 2009 Fortbildungstätigkeit in den Bereichen Alltagsanalyse, Konzentration, visuelle Wahrnehmung, Elternarbeit und Teletherapie und seit 2014 Dozent an Berufsfachschulen und Hochschulen. Nach dem Masterstudium der Gesundheits- und Pflegewissenschaften 2017 an der Martin-Luther-Universität (MLU) in Halle (Saale) vermehrt wissenschaftliche Tätigkeiten. Seit 2025 promoviert zum Dr. sc. hum. an der Universität Regensburg zum Thema „Entwicklung von Handlungsempfehlungen für die Teletherapie und Telepflege (HELP-TEL)“. .

Teilnehmerbewertungen

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